3 Dec 2005
Der Ernstfall tritt ein
Vor einiger Zeit kam eine Diskussion ?ber eine Blog Etiquette auf. Nun ist es wieder Zeit dar?ber nachzudenken wie man diese wohl besser etablieren kann. Der Stein des Ansto?es:
wirres.net schreibt das BlogCounter.de zum Verkauf steht und berichtet von einem Prospekt, als Quelle, das scheinabr nur an wirres.net (respektive dessen Autor) geschickt wurde. Wenn man die ersten Kommentare liest fragt man sich "ja warum wundert sich keiner ?ber fehlende Quellen?". Diese Frage wird dann zum Gl?ck doch noch gestellt, aber leider nicht wirklich zufiredenstellend beantwort: "Glaub's einfach."
Nun gut, einer schreibt, ein paar kritisieren - ist doch normal, warum allerdings gleich mehrere andere Blogs auf den Zug aufspringen und alles als gegeben hinnehmen ist mir nicht mehr ganz klar:
http://www.usrportage.de/archives/451-Blogcounter.de-im-Schlussverkauf.html
http://www.deimeke.net/dirk/blog/index.php?/archives/231-blogcounter.de-zu-verkaufen-....html
http://www.wordpresser.net/2005/12/03/blogcounterde-steht-zum-verkauf/
Zum verbreiten von unbelegten Tatsachen immer 2 Parteien: Der urspr?ngliche Verfasser und die kritiklosen Verbreiter - mit Ruhm bekleckern sicht beide nicht.
PS: Ob Blogcounter zum Verkauf steht oder nicht wei? ich nicht, aber ohne eine vern?ftige Quelle werde ich micht h?ten dazu was zu sagen.
Edit:
Bei Golem gibt es einen Beitrag, der das selbe Thema (Einfluss eines Blogs) behandlet wie einige Kommentare.


Kommentare: 15
[...] noch keine kommentare zu'wer verkauft wen?' RSS feed fuer kommentare und trackback URI fuer 'wer verkauft wen?' [...]
momentchen. keiner derjenigen die du weiter oben links verbreiten irgendetwas "kritiklos". alle zitieren mich als quelle, bzw. relativieren das was sie zitieren mit s?tzen wie "Jedenfalls wei? das wirres.net zu berichten".
ich habe im ?brigen meine quelle angegeben: ein verkaufsprospekt, eine 3seitige pdf-datei die mir zugespielt worden ist (davon die ganze pdf-datei zu posten wurde mir von kompetenter stelle abgeraten).
und woher ich den prospekt habe sag ich nicht, aber das w?rde dich wahrscheinlich auch nicht davon abhalten mir mangelde glaubhaftigkeit vorzuwerfen, genauso wie du dirk olbertz als unglaubw?rdig abb?gelst, wenn der sagt ihm sei der blogcounter auch zum kauf angeboten worden.
was willst du eigentlich? was meinst du, wenn du von einer "vern?nftigen quelle" sprichst? tonbandaufnahmen, notariell beglaubigte urkunden, ein artikel in der faz?
deine kritik geht leider haarscharf vorbei an der eigentlichen sache, denn eine quelle gibts, mindestens eine ?ffentliche best?tigung der hauptaussage gibts, aber was es nicht gibt, ist ne vern?nftige recherche. ich verlasse mich da voll auf mein vermeintliches urteilsverm?gen. dass ich das ohne antwort auf meine nachfrage bei blogcounter.de ver?ffentlicht habe k?nnte man mir auch vorwerfen. aber keine quelle?
nimm einfach mal den zeigefinger wieder runter, der scheint deine sicht zu behindern.
Eine Quelle ist dann "vern?ftig", wenn sie so angegeben ist der der Leser zumindest eine Chance hat sich diese Quelle zu bewerten.
Wenn Du aus dem "Verkaufsprospekt" Informationen ver?ffentlichst, dann aber sagst das Prospekt selbst darfst Du niemanden zeigen, dann frage ich mich, warum ver?ffentlicht hier jemand etwas aber ist (auch nicht auf Nachfrage)nicht bereit anderen die Quelle seiner Inbformationen zug?nglich zu machen. Es kann ja nicht daran liegen das niemand wissen soll woher die Information kommen, weil dem "Ver?ffentlicher" dann ?bel droht. Wer die Informationen ver?ffentlicht hat ist in diesem Fall n?mlich schon bekannt.
Der zweite Punkt (Kritiklosigkeit) ist der, dass bei dem schreiben ?ber Informationen die (noch) nicht belegt sind, es meiner Meinung nach dazu geh?rt auf diesen Punkt explizit aufmerksam zu machen. Das man dar?ber geteilter Meinung sein kann sehe ich im ?brigen durchaus ein.
blogcounter.de
blogcounter.de soll (angeblich?) verkauft werden. es geistert im moment ein pdf herum in dem infos zum verkauf stehen sollen. ix weiss was und infojungs.de zweifelt es derbe an. irgendwie sind die dortigen diskussionen schwer interessant.
von b...
dein ganzes gefasel h?ttest du dir sparen k?nnen. sag doch einfach: "ich will das pdf haben sonst glaub ich nix und niemandem".
ich habe mich nach beratung mit jemandem der sich mit gesetzen auskennt dazu entschieden das pdf nicht zu ver?ffentlichen. nenn mich feige, ne pussy oder sonstwas, aber tu nicht so als ob ich irgendetwas verheimlichen oder informationen zur?ckhalten w?rde.
vor alllem hat mich bis jetzt niemand explizit nach dem pdf gefragt. wie kommst du darauf jemand habe danach gefragt?
und mal im ernst, schreibst du auch an tageszeitungen und fernsehanstalten leserbriefe und bittest um eine kopie der quellen, damit du als leser die chance bekommst die quelle selbst zu bewerten?
Hey ix,
ich glaube wir bewegen uns in eine falsche Richtung. Die Kritik ging (meiner Meinung nach) nicht gegen Dich, sondern gegen das Problem: Ich habe da was geh?rt/bei anderen gelesen und ?bernehme es gutgl?ubig. Nimm nur den ersten Link von Stefan (usrportage.de). Dort wird Bezug zu deinem Artikel genommen und dann meiner Meinung nach zu schnell geschossen "Dass jetzt Leute noch mit diesem Schrott Geld verdienen wollen spricht f?r ihre Unverfrohrenheit, f?r mehr allerdings nicht." (Zitat von usrportage.de). Daf?r kannst Du nichts aber es offenbart doch ein Problem.
Stell Dir vor ein bekannter und beliebter Blogger schreibt pl?tzlich Firma XYZ wird an Firma ABC verkauft und bezieht sich auf ein geheimes Dokument was er nicht ver?ffentlichen will. Der Schaden f?r Firma XYZ kann nicht unerheblich sein, wenn mehrere Blogs die Informationen ?bernehmen und diese ungepr?ft weitergeben.
Ich will Dir ?brigens nicht unterstellen, dass Du solche Sachen machst. ;)
@ix
> "ich will das pdf haben sonst glaub ich nix und niemandem" .Zum Beispiel.
> und mal im ernst, schreibst du auch an tageszeitungen und fernsehanstalten leserbriefe und bittest um eine kopie der quellen, damit du als leser die chance bekommst die quelle selbst zu bewerten?
Nein aber Du mussr gerechter Weise zugeben da eine Zeitung (nehmen wir mal Bild und Co. aus) mehr Vertrauensvorschu? in Sachen Quellenglaubw?rdigkeit besitzt als Du und ich, und durchaus Gr?nde hat diese Glaubw?rdigkeit zu behalten.
[...] Die Zukunft, das Web 2.0 hat meiner Ansicht nach ein gro?es Problem. Die Leute glauben was im WWW geschrieben steht, obwohl man sich nicht immer sicher sein kann ob es auch stimmt. Keine Angst ich werden jetzt nichts zum letzten Beitrag von Stefan schreiben, obwohl ein gewissen Zusammenhang besteht. Gehen wir mal systematisch vor. Was ist eigentlich das Web 2.0? Glaubt man den Ausf?hrungen in Wikipedia und Tim O’Reilly, dann handelt es sich dabei um die Zukunft des WWW. Wikis sind die zuk?nftigen Enzyklop?dien, Blogs die Alternative zu den privaten Homepages, Google Adsense die Werbeart der Zukunft und so weiter… Warum sehe ich nun ein Problem? erstes Beispiel: Wikipedia Viele Nutzer von Wikipedia gehen davon aus, dass die Informationen dort vielleicht nicht 100% perfekt aber grundlegend richtig sind. Die Nutzer schenken Wikipedia Vertrauen und manchmal wird dieses Vertrauen ausgenutzt und wissentlich falsche Informationen verbreitet. Ein Beispiel? z.B. Rufmord via Wikipedia. [...]
@ix:
>wie kommst du darauf jemand habe danach gefragt?
Zitat aus den Kommentaren:?hm: "Welches Propekt?" "Und wo sind die Quellen?"
(Ok, man sollte trotzdem seinen Namen nennen wenn man in anderer Leute Blog schreibt)
das ist keine frage nach dem pdf, sondern eine frage danach wo ich die informationen her habe, die ich im darauf folgenden kommentar (wiederholt) beantwortet habe.
Zur Erg?nzung: das PDF wurde anscheinend von dritter Seite quer durch die Blogosph?re gestreut. Ich wei? von mindestens f?nf Menschen die es auch bekommen haben. Einige haben es wohl sogar zweimal von unterschiedlichen Seiten bekommen.
Das PDF wurde aus Word heraus generiert und als Eigent?mer ist das K?rzel einer der blogcounter-Besitzer eingetragen. Sicherlich auch kein wasserdichtes "Echtheitszertifikat"...
Deine Kritik erachte ich insofern f?r problematisch, als dass du Zeitungen automatisch einen Vertrauensbonus und Bloggern einen Vertrauensmalus gibst, was mit Verlaub in dieser Pauschalit?t arg blau?ugig ist.
Was diesen Fall "blogcounter.de" wirklich interessant macht, ist der Umstand dass hier offenbar gezielt Dokumente mannigfach gestreut worden sind und die Blogosph?re als Instrument benutzt worden ist.
Qui bono?
@dogfood
Zun?chst einmal danke f?r Deine Hinweise zu dem Dokument.
Wir sollten uns nicht an den Begriffen Blog, Zeitung, Webseite, Radio, Stream, Film oder was auch immer festbei?en sondern diese alle auf den Begriff Informationsquelle herrunter brechen.
Einer Informationsquelle mit der Hundertausende positive Erfahrungen ?ber eine langen Zeitraum gemacht haben kann ich pers?nlich mehr Vertrauen entgegen bringen als einer relativ jungen Quelle ?ber deren Zuverl?ssigkeit kaum gesellschaftliche Erfahrungen gesammelt wurden.
Meiner Meinung nach kommt dieses Modell immer
dann zum Einsatz, wenn der Informationssuchende keine pers?nliche Beziehung zu der Person/Instution hat die hinter einer Informationsquelle steht.
Um zur?ck zu den Blogs zu kommen. Ich denke als durchschnittlicher Blogschreiber sollte man sich bewu?t sein, das man sich sehr viel weniger auf Glaubw?rdigkeit durch gesellschaftliche Anerkennung st?tzen kann, als eine, ?ber Jahre, etablierte Quelle.
Ich nenne bewu?t keine Quelle, z.Bsp. Zeitung beim Namen, das es sehr stark vom sozialen Umfeld abh?ngt was eine etablierte Vertrauensw?rdige Quelle ist (Stichwort: Bild vs. FAZ). Allerdings bin ich trotzdem der Meinung das all diesen etablierten Quellen gemein ist, dass sie in ihrer jeweilige Zielgruppe durch eine breite Basis als vertraunensw?rdig akzeptiert sind.
Auch sollte man das beachten was Matthias angesprochen hat: Es macht einen Unterschied ob ich meine Meinung schreibe oderTatsachen-Behauptungen aufstelle. Dies ist besonders interessant wenn diese Behauptungen dritte Personen/Instutionen direkt betreffen. In diesem Fall steht man n?mlich nicht nur dem Leser gegen?ber in der Pflicht, sondern auch gegen?ber der dritten Partei seine Behauptungen nachvollziehbar zu st?tzen.
Nicht immer erz?hlt man alles was man wei?. Man nennt das im prof. Journalismus auch "Quellenschutz".
schreibt pl?tzlich Firma XYZ wird an Firma ABC verkauft und bezieht sich auf ein geheimes Dokument was er nicht ver?ffentlichen will. Der Schaden f?r Firma XYZ kann nicht unerheblich sein
Passiert jeden Tag in der Wirtschaft. So kann man ganz prima B?rsenkurse in die H?he treiben, seinen maroden Schuppen interessant dastehen lassen oder schlichtweg eine andere Firma aus den Weg r?umen indem man den Investoren vorgaukelt das die Firma am Abgrund rumt?nzelt. So waht?
------
Wenn du den Zeitungen/TV/Radio einen Vertrauensvorschu? gibst, dann biste wohl selbst schuld. Gab und gibt ja genug Beispiele wo die Presse ihre Inkompitenz u.a. vor laufenden Kameras demonstriert.
Kann es sein das Ix ein wenig ?berbewertet wird? Er ist weder DPA noch Newsweek. Wenn er schreibt das blogcounter zum Verkauf steht, glaub es oder lass es. Es geh?rt aber zum Erwachsensein dazu das man selbst entscheidet ob eine Information stimmt / stimmen kann.
Das Projekte wie z.B. blogcountzer verkauft werden ist doch absolut nichts ungew?hnliches. Jeden Tag werden Projekte verkauft. Wohlgemerkt, Projekte! Es wird ja nicht die Firma versilbert die hinter blogcounter steht.
Von daher verstehe ich die Aufregung um die "Vertrauensw?rdigkeit" auch nicht so wirklich. Wenn Ix mal berichtet er h?tte ein PDF in dem drin steht das Google an Microsoft verkauft wird, dann w?re die Aufregung ihren Aufwand evt. wert. Aber bei blogcounter? Naja ....
[...] Ist blogcounter.de nun eigentlich schon verkauft? M?ssen wir mal eine Mail schreiben. [...]
Dein Kommentar zu: “Der Ernstfall tritt ein”